Suchtprävention für Betriebe und Schulen

Aufklärungsarbeit kann in hohem Maße dazu beitragen, Sucht- und Rauschmittelkonsum zu verhindern.

 

Suchtprävention für Betriebe

Suchtmittelkonsum beeinträchtigt im beruflichen Kontext die individuelle Leistungsfähigkeit, Arbeitsqualität und Arbeitssicherheit. Verminderte Leistung und Arbeitsqualität, gestörtes Betriebsklima, hohe Unfallgefährdung und nicht zuletzt erhöhte Fehlzeiten sind vor allem durch suchtmittelbedingte Erkrankungen die Folge. Dies bezieht sich sowohl auf den missbräuchlichen privaten Konsum mit Nachwirkungen auf die Arbeitszeit als auch auf den Konsum innerhalb der Arbeitszeit.

Dabei spielen unterschiedliche Rausch- und Suchtmittel eine Rolle. Gerade die gesellschaftlich anerkannten Drogen wie Alkohol und Nikotin stehen im Rahmen des Gesundheitsschutzes am Arbeitsplatz hier zunächst im Vordergrund.

Seit 2002 ist der Nichtraucherschutz am Arbeitsplatz gesetzlich durch § 5 der Arbeitsstättenverordnung reglementiert. Das Recht des Nichtrauchers auf einen rauchfreien Arbeitsplatz hat Vorrang vor der Handlungsfreiheit des Rauchers. Zusätzliche Unterstreichung findet der Nichtraucherschutz hinsichtlich eines generellen Rauchverbots in öffentlichen Gebäuden, Gaststätten, Kneipen usw.

Im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung können verschiedene Maßnahmen (siehe betriebliches Gesundheitsmanagement, BGM) sowohl stundenweise als auch tageweise für Führungskräfte und auch für alle anderen Mitarbeiter durchgeführt werden.

Immer mehr Unternehmen entscheiden sich aktiv zu werden.

 

 

Rauchfrei im Betrieb

Zielgruppe:

  • Krankenhäuser, Schulen, alle Betriebe und Institutionen
  • Führungskräfte
  • Betriebs- und Personalräte
  • Fachkräfte für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
  • rauchende und nichtrauchende Beschäftigte

 

Ziel der Maßnahme:

  • Durchsetzung der gesundheitlichen Interessen der nichtrauchenden Beschäftigten (Umsetzung des betrieblichen Nichtraucherschutzes)
  • Stärkung der Motivation rauchender Beschäftigter, mit dem Rauchen aufzuhören
  • Reduzierung der Raucherquote im Betrieb
  • Reduzierung des Tabakkonsums im Betrieb (Nichtrauchen am Arbeitsplatz/ während der Arbeitszeit)

 

Inhalt:

  • Information und Beratung von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, Führungskräften über die Gesundheitsgefahren des Rauchens und des Passivrauchens
  • Information und Beratung zu strukturellen Interventionen bezüglich des betrieblichen Nichtraucherschutzes
  • Beratung zur / Vermittlung von (betrieblichen) Angeboten zur Tabakentwöhnung

 

Weitere Informationen: 0441 / 7705953

 

 

„Punktnüchternheit“ bei der Arbeit

(Null Promille und Null Drogen am Arbeitsplatz)

Zielgruppe:

  • alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Betriebes
  • Führungskräfte
  • Betriebs-/Personalräte
  • Fachkräfte für Arbeits- und Gesundheitsschutz
  • Betriebs- und Werksärzte

 

Ziel der Maßnahme:

  • Sensibilisieren von Beschäftigten, Führungskräften und betrieblichen Entscheidern hinsichtlich des Einflusses von – auch geringen Mengen- Alkohol und anderen psychisch wirksamen bzw. berauschenden Suchtmitteln auf Leistungsfähigkeit, Arbeitssicherheit und Arbeitsunfähigkeiten
  • Aufbau einer betrieblichen Kultur von "Null Promille am Arbeitsplatz"
  • Sensibilisieren der Führungskräfte hinsichtlich ihrer Führungsverantwortung unter dem besonderen Aspekt der Suchtmittelprävention
  • Motivation der betrieblichen Entscheider und Führungskräfte zur Einbeziehung betriebsinterner oder externer Fachkompetenz zur Problemlösung, sowie zur Vernetzung mit inner- und außerbetrieblichen Präventionsangeboten und Hilfsmaßnahmen
  • Frühzeitige Aufklärung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit auffälligem Verhalten aufgrund von riskantem Konsum zur Förderung einer Änderungsbereitschaft
  • Senkung des Suchtmittelkonsums und der dadurch bedingten Unfallzahlen

 

Inhalt:

  • Schaffung von Aufmerksamkeit für den bewussten Umgang mit Suchtmitteln und Informationen über deren Wirkungen
  • Förderung einer alkoholfreien Betriebskultur („Null Promille am Arbeitsplatz“), Stärkung der Vorbildrolle der Vorgesetzten und Kollegen
  • Ausrichtung eines attraktiven nicht alkoholischen Getränke-Angebots in der Betriebsverpflegung
  • Maßnahmen zur Verbesserung des Betriebsklimas

 

 Weitere Informationen: 0441 / 7705953

 

 

Suchtprävention für Schulen und Ausbildungsbetriebe

Gerade für Heranwachsende gehören Suchtmittel oft zum Erwachsenwerden. Nicht nur die so genannten illegalen Drogen wie Cannabis, Ecstasy, Kokain usw., sondern auch Nikotin und Alkohol üben einen besonderen Reiz für viele Jugendliche aus. Für manche bedeutet der Konsum, sich zu einer bestimmten Gruppe zugehörig zu fühlen, für andere stellt dies eine Abgrenzung zu den erziehenden Personen wie Eltern, Ausbilder/innen und / oder Lehrer/ Lehrerinnen dar.

Die Jugendlichen suchen gerade während  der Pubertät eine neue Orientierung und eine Identität. Fragen nach dem Sinn des Lebens wie auch nach der eigenen Identität werden zunehmend gestellt. Die „Peergroup“ erhält immer größeren Einfluss auf diese Fragen. 

Für alle Erziehenden, insbesondere aber auch Schulen und Ausbildungsbetriebe, ist daher die Zeit zwischen Pubertät und jungem Erwachsenenalter eine ganz besondere Herausforderung, wollen sie doch die Jugendlichen bestmöglich auf das Erwachsensein vorbereiten.

Untersuchungen haben gezeigt, dass Aufklärungsarbeit in hohem Maße dazu beitragen kann, Sucht- und Rauschmittelkonsum zu verhindern.

Dieses Angebot ist gegliedert in Prävention, die stundenweise (beispielsweise im Rahmen einer Projektwoche oder eines Gesundheitstages) angeboten wird, und interaktive Präventionsangebote, die bis zu einem ganzen Tag unter aktiver Beteiligung der Jugendlichen dauern können.

Suchtprävention für die Altersgruppe ab 12 Jahren (Alkohol, Nikotin, illegale Drogen)

 

Zielgruppe:

Ausbildungsbetriebe, allgemein bildende Schulen, Berufsschulen, Schülerinnen und Schüler und andere Jugendliche ab 12 Jahren

Ziel der Maßnahme:

  • Information und Aufklärung über legale (Alkohol, Nikotin) und illegale Drogen
  • Konsum von bereits genommenen Drogen beenden bzw. gar nicht erst damit anfangen
  • Sensibilisieren von Jugendlichen hinsichtlich des Einflusses von – auch geringen Mengen- Alkohol und anderen psychisch wirksamen bzw. berauschenden Suchtmitteln auf Persönlichkeitsentwicklung und Leistungsfähigkeit
  • Stärkung und Förderung einer "starken" Persönlichkeit

 

Inhalt:

  • Schaffung von Aufmerksamkeit für den bewussten Umgang mit (legalen) Suchtmitteln und Informationen über deren Wirkungen
  • Information über einzelne Drogen und deren Wirkungsweise
  • Sucht
  • Suchtentstehung
  • Suchterkrankung
  • Suchtkarrieren
  • Alternativen zum Sucht- und Rauschmittelkonsum

Weitere Informationen: 0441 / 7705953