Gut beraten beim Neinsagen

Nordwest Zeitung, 18.06.2015

Alkohol, Tabletten, Cannabis, Heroin, Glücksspiel: Sucht hat viele Gesichter. Über Gefahren, Auswege und Alternativen können Teilnehmer der NWZ -Telefonaktion mit Fachleuten sprechen.

Abschalten, belohnen, flüchten, mitmachen: Gründe, Drogen zu nehmen gibt es viele. Und noch mehr Suchtstoffe. Da ist die Zigarette nach dem Essen, der Kaffee am Morgen und das Bierchen am Abend. Aber auch der Joint auf der Party, Pillen zum Wachwerden und welche zum Relaxen. Einmal ist keinmal. Oder?

Der Grad zwischen Genuss und Gefahr ist schmal. Und gefährlich. Das zeigen nicht nur die Zahlen Drogentoter. Wann Sucht anfängt, was Eltern wissen sollten, wie Kinder stark genug werden, um nein zu sagen, wo es Auswege aus Teufelskreisen gibt und was sich hinter Abhängigkeit verbirgt, beantworten Fachleute an diesem Freitag, 19 Juni: Unter dem Motto „Drg's r not dead" haben die NWZ und der Präventionsrat Oldenburg fünf geschulte Gesprächspartner für eine telefonische Beratungsaktion gewinnen können.

Im geschützten Rahmen, ausgestatten mit Headsets, vertraulich und anonym, beantworten die Experten zwischen 16 bis 19 Uhr alle Fragen zu Sucht, Drogen und Prävention. Mit Rat und Tat zur Seite stehen den Anrufern:

  • Hauke Holm von der Fachstelle Sucht bei der Diakonie, spezialisiert auf pathologisches Glücksspiel
  • Charlotte Rechenmacher als Fachärztin für Psychiatrie in Oldenburg
  • Sabine Schultz von der Beratungsstelle Rose 12
  • Friederike Sohn, die eine Praxis für qualifiziertes Gesundheitsmanagement und Suchtfragen leitet.

 

Erreichbar sind sie unter der Sammelrufnummer 0441/99 88-38 00. Als Ansprechpartner im Internet Chat steht an diesem Tag Mario Mohrmann Diplom-sozialpädagoge und Leiter für Kinder und Jugendschutz bei der Stadt. Er beantwortet Fragen unter www.NWZonline. de / eure-fragen-zu-drogen. Wer vorab in Kontakt treten möchte, hat die Möglichkeit, eine Email mit dem Stichwort "Telefonaktion Sucht" an die NWZ Stadtredaktion zu schicken und Fragen zu stellen. Unterstützt wird die Gemeinschaftsaktion vom Profisportler Jan Niklas Wimberg und seinem Team, den EWE Baskets. Die Mannschaft hat die Patenschaft für die Aktion unternommen.

Die Suchthotline findet im Rahmen einer bundesweiten Aktionswoche statt: Bis zum 21. Juni sollen in ganz Deutschland Menschen mit verschiedenen Kampagnen unter dem Motto "Alkohol? Weniger ist besser" für den Umgang mit der Volksdroge sensibilisiert werden.